Tag 20: Wie kannst du dir heute eine Pause gönnen? (Geistig, körperlich oder emotional)
Puh, das ist heute irgendwie nicht so richtig der passende Tag für dieses Thema, glaube ich :D
Ich hab ja jetzt erst eine ganze Woche mit Karo bei meinen Eltern verbracht. Dadurch bin ich nicht wirklich dazu gekommen, irgendwelche Dinge zu erledigen oder etwas für die Uni zu machen. Stattdessen hatte ich mehr oder weniger Urlaub. Und deshalb nehme ich jetzt dieses Wochenende dazu her, endlich mal wieder produktiv zu sein. (Normalerweise hab ich nämlich, obwohl ich Studentin bin, seit etwa einem Semester eine strikte Keine-Arbeit-am-Wochenende-Regel.)
Hmm. Aber... also, ich hab von meiner To-Do-Liste vorhin einen Punkt wieder runtergelöscht, der wirklich noch nicht so dringend ist. Gemacht hab ich das mit dem Gedanken, dass ich gestern schon echt weit gekommen bin und heute Nachmittag auch noch eine Freundin treffen werde.
Das ist vielleicht noch ein Pause-Punkt...? Ich treffe heute Abend eine Freundin?
Naja, aber ich hab halt im Moment nicht wirklich das Bedürfnis nach einer Pause. Ich bin noch sehr erholt von der letzten Woche und hab das Bedürfnis danach, Dinge zu erledigen und mich produktiv zu fühlen, weil das auch ein sehr gutes Gefühl ist.
Die Pause ist eben vielleicht, dass ich mich nicht übermäßig mit zu vielen Aufgaben stresse. Ich mache nur das, was ich auch relativ entspannt schaffen kann und werde definitiv abends (wie immer) meine Ruhe davon haben.
Aber meine Mittagspause in einer Stunde oder so werde ich definitiv genießen und ausführlich währenddessen YouTube schauen, das ist doch auch schon mal was ;)
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Samstag, 5. Mai 2018
Freitag, 9. Oktober 2015
Praktikumsabschiedsschmerz.
Heute war mein letzter Arbeitstag im Praktikum.
Ich studiere Psychologie, und muss dafür 12 Wochen lang Praktikum machen. Die ersten 8 Wochen habe ich bis vor einer Stunde in der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle in der Kleinstadt in der Nähe meiner Eltern gemacht.
Das Praktikum war einfach perfekt :) Ich war anfangs sehr nervös, aber wurde total schnell ganz locker aufgenommen und hab mich gleich gut mit allen verstanden. In den letzten Wochen bin ich immer stärker ins Team reingewachsen, war bei fast jedem mal in Gesprächen dabei, hab mich mit allen privat unterhalten. Mit manchen habe ich auch sehr persönliche und tiefe Gespräche geführt. Gerade diese Menschen sind mir in der kurzen Zeit unglaublich ans Herz gewachsen, und ich habe mich immer gefreut sie zu sehen.
Auch die Arbeit war total schön. Ich durfte bei vielen Gesprächen mit Eltern, Kindern oder Jugendlichen dabei sein, wo es echt um alle möglichen Themen ging. Es war total spannend, in so viele verschiedene Leben einen Einblick zu bekommen, und vor allem auch Fortschritte in den Beratungen und Therapien zu sehen. Wenn ich nach den Sitzungen mit den Kollegen darüber geredet hab, war das auch immer total spannend. Oft habe ich auch die Sitzungen noch zusammengefasst.
Ich bin so richtig in die Arbeit reingekommen, hab Abläufe miterlebt, immer mehr von Therapieprozessen verstanden, hab auch selbst mal mit einer Kollegin ein Gespräch geübt. Mir sind Klienten wichtig geworden, deren weitere Geschichte ich jetzt leider nicht mehr mitbekommen kann. Ich habe was darüber gelernt mit welchen Leuten ich gut klarkomme, und mit welchen weniger. Es waren intensive, heftige Gespräche dabei, anstrengende und nervige, lustige und erfrischende.
Ich hab so viel im Praktikum gelernt, was ich hoffentlich lange nicht vergesse, weil ich es später bestimmt mehr brauchen kann als vieles, was ich an der Uni lerne.
Als mir heute Mittag alle im Team gesagt haben, was sie von mir gehalten haben, und ich so viel Lob und Herzlichkeit gehört habe, als ich gehört habe dass man mir Dinge so gut anvertrauen kann, dass ich eine super Psychologin sein werde, dass eine Kollegin mich echt vermissen wird und das bei weitem nicht allen Praktikanten sagen würde, dass man sich gut vorstellen könnte dass ich hier einfach bleibe und weiterarbeite - da war ich schon unglaublich gerührt und bewegt.
Als ich mich gerade vorhin von der letzten Kollegin verabschiedet habe und zur Tür raus bin, kamen mir die Tränen, die ich noch zurückgehalten hab, bis ich im Auto saß.
Ich werd die Leute dort so vermissen. Ich werd die Arbeit vermissen, die Erfahrungen, die Gespräche mit Klienten und Kollegen.
Wenn ich genau jetzt im Moment gefragt werden würde, dann würde ich am liebsten dort einfach arbeiten. Jetzt auf der Stelle. So richtig. Nie wieder weggehen und wie die unglaublich liebe Sekretärin vor ein paar Wochen irgendwann mein 35. Jubiläum feiern. Mitbekommen wie die Kolleginnen über Kinder und Männer reden und weiter Fotobücher von romantischen Paarurlauben zeigen und irgendwann sagen dass sie schwanger sind. Auf Zeltlager mitfahren und bei ausgefallenen Terminen über Sex reden. Fachliche Meinungen über Klienten austauschen und Gespräche führen, gemeinsam und allein.
Aber ich freue mich ja auch darauf, dass ich wieder in meine Uni-Stadt kann, mit meiner besten Freundin zusammenleben, meine Uni-Freunde treffen und deren Leben wieder mitbekommen. Dass ich meinen Bachelor mache und zu meiner Freundin ziehen kann. Dass ich meinen Master mache und noch viel viel mehr lerne. Das ist ja auch alles schön, und alles gut, und ich freu mich drauf.
Aber das Praktikum war eben auch schön. <3
Ich studiere Psychologie, und muss dafür 12 Wochen lang Praktikum machen. Die ersten 8 Wochen habe ich bis vor einer Stunde in der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle in der Kleinstadt in der Nähe meiner Eltern gemacht.
Das Praktikum war einfach perfekt :) Ich war anfangs sehr nervös, aber wurde total schnell ganz locker aufgenommen und hab mich gleich gut mit allen verstanden. In den letzten Wochen bin ich immer stärker ins Team reingewachsen, war bei fast jedem mal in Gesprächen dabei, hab mich mit allen privat unterhalten. Mit manchen habe ich auch sehr persönliche und tiefe Gespräche geführt. Gerade diese Menschen sind mir in der kurzen Zeit unglaublich ans Herz gewachsen, und ich habe mich immer gefreut sie zu sehen.
Auch die Arbeit war total schön. Ich durfte bei vielen Gesprächen mit Eltern, Kindern oder Jugendlichen dabei sein, wo es echt um alle möglichen Themen ging. Es war total spannend, in so viele verschiedene Leben einen Einblick zu bekommen, und vor allem auch Fortschritte in den Beratungen und Therapien zu sehen. Wenn ich nach den Sitzungen mit den Kollegen darüber geredet hab, war das auch immer total spannend. Oft habe ich auch die Sitzungen noch zusammengefasst.
Ich bin so richtig in die Arbeit reingekommen, hab Abläufe miterlebt, immer mehr von Therapieprozessen verstanden, hab auch selbst mal mit einer Kollegin ein Gespräch geübt. Mir sind Klienten wichtig geworden, deren weitere Geschichte ich jetzt leider nicht mehr mitbekommen kann. Ich habe was darüber gelernt mit welchen Leuten ich gut klarkomme, und mit welchen weniger. Es waren intensive, heftige Gespräche dabei, anstrengende und nervige, lustige und erfrischende.
Ich hab so viel im Praktikum gelernt, was ich hoffentlich lange nicht vergesse, weil ich es später bestimmt mehr brauchen kann als vieles, was ich an der Uni lerne.
Als mir heute Mittag alle im Team gesagt haben, was sie von mir gehalten haben, und ich so viel Lob und Herzlichkeit gehört habe, als ich gehört habe dass man mir Dinge so gut anvertrauen kann, dass ich eine super Psychologin sein werde, dass eine Kollegin mich echt vermissen wird und das bei weitem nicht allen Praktikanten sagen würde, dass man sich gut vorstellen könnte dass ich hier einfach bleibe und weiterarbeite - da war ich schon unglaublich gerührt und bewegt.
Als ich mich gerade vorhin von der letzten Kollegin verabschiedet habe und zur Tür raus bin, kamen mir die Tränen, die ich noch zurückgehalten hab, bis ich im Auto saß.
Ich werd die Leute dort so vermissen. Ich werd die Arbeit vermissen, die Erfahrungen, die Gespräche mit Klienten und Kollegen.
Wenn ich genau jetzt im Moment gefragt werden würde, dann würde ich am liebsten dort einfach arbeiten. Jetzt auf der Stelle. So richtig. Nie wieder weggehen und wie die unglaublich liebe Sekretärin vor ein paar Wochen irgendwann mein 35. Jubiläum feiern. Mitbekommen wie die Kolleginnen über Kinder und Männer reden und weiter Fotobücher von romantischen Paarurlauben zeigen und irgendwann sagen dass sie schwanger sind. Auf Zeltlager mitfahren und bei ausgefallenen Terminen über Sex reden. Fachliche Meinungen über Klienten austauschen und Gespräche führen, gemeinsam und allein.
Aber ich freue mich ja auch darauf, dass ich wieder in meine Uni-Stadt kann, mit meiner besten Freundin zusammenleben, meine Uni-Freunde treffen und deren Leben wieder mitbekommen. Dass ich meinen Bachelor mache und zu meiner Freundin ziehen kann. Dass ich meinen Master mache und noch viel viel mehr lerne. Das ist ja auch alles schön, und alles gut, und ich freu mich drauf.
Aber das Praktikum war eben auch schön. <3
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