Freitag, 25. Mai 2018

31 Tage der Selbstliebe - Tag 29: Lebensmotto

Tag 29: Nach welchen Worten oder Glaubensgrundsätzen lebst du dein Leben/willst du dein Leben leben?

Practice Reckless Optimism - (Übe dich in furchtlosem Optimismus)
Das ist etwas, was Hannah Hart sagt und was ich gerne auf einem T-Shirt mit mir rumtrage.
Ich bin eine, die sich sehr viele Sorgen macht. Oft stelle ich mir die schlimmsten Ausgänge einer Situation vor - vielleicht, weil ich mich irgendwie darauf vorbereiten will. Aber es geht mir nicht gut dabei. Und deshalb übe ich, optimistischer zu sein und mir die positiven Möglichkeiten genauso vor Augen zu halten. "Practice Reckless Optimism" - daran erinnere ich mich wirklich ganz oft sehr aktiv. Und gerade an Tagen, an denen ich das wirklich brauche, ziehe ich zum Beispiel auch das T-Shirt an.

Don't worry about the future. Or worry, but know that worrying is as effective as trying to solve an algebra equation by chewing bubble gum. - (Mach dir keine Sorgen. Oder mach dir Sorgen, aber sei dir bewusst, dass Sich-Sorgen-Machen genauso effektiv ist, wie der Versuch eine Matheaufgabe durch Kaugummikauen zu lösen.)
Dabei geht's eigentlich um was sehr ähnliches wie bei Practice Reckless Optimism. Ich kann mir schon Sorgen machen wenn ich will, aber es kommt halt nix dabei raus, also kann ich es auch einfach bleiben lassen.
(Der Spruch ist aus einem tollen Text von Mary Schmich, der hier in diesem Lied vertont wurde.)

Keep loving anyway - (Liebe einfach weiter)
Das sind Lyrics aus einem Lied aus dem Musical Hamilton. In dem Lied geht's eher darum, einfach beständig zu sein und zu warten, aber diese eine Zeile hat mich aus einem anderen Grund sehr bewegt. Für mich ist sie eine Zusage zum Leben und zur Liebe. Ich liebe einfach weiter - auch wenn es mal schwer ist, ach wenn mich jemand erst mal wütend macht oder ich ihn so gar nicht verstehe. Ich liebe weiter, auch wenn ich neue Dinge im Leben finde, die ich auch liebe. Das ist für mich eine Lebenshaltung, die mir wahnsinnig wichtig ist. Ich will liebend und bejahend an das Leben und die Menschen herangehend und, egal was passiert, weiter lieben. Weil, das find ich einfach total schön. :)

Radical Empathy - (Radikale Empathie)
Den Begriff habe ich das erste Mal in einem Video von Dylan Marron gehört und wusste sofort, dass ich den im Kopf behalten will, weil er für mich viel darüber aussagt, wie ich mit anderen Menschen umgehen möchte. Radikale Empathie - das heißt, die Sichtweise anderer Menschen verstehen zu lernen, auch wenn sie einem total gegen den Strich geht. Sich hineinzuversetzen in das Leben eines anderen, selbst wenn dieser Mensch schlimme Sachen denkt oder macht. Radikal sein dabei.
Ein Stück weit ist das wichtig für meinen Beruf: Wenn ein Mensch in der Therapie vor mir sitzt, ist es meine Aufgabe, dessen Lebensgeschichte und Gedanken zu verstehen und mich in seine Situation hineinversetzen zu können.
Aber auch in meinem Alltag will ich das umsetzen. Bevor ich urteile, erst einmal einen Schritt zurückgehen und zuhören und verstehen.
Das heißt nicht, dass ich keine Gefühle darüber haben darf - aber, dass ich, trotz allem, versuche zu verstehen, wie es dazu kommt, wie die Person jetzt ist.

Ich bin für mein eigenes Glück verantwortlich.
Das hab ich nirgendwo her, das ist einfach auch noch etwas, was mir als Grundsatz im Leben wichtig ist. Beziehung, Freunde und Familie sind super wichtig, ja - aber im Endeffekt lebe ich mein eigenes Leben vor allem für mich. Ich bin dafür verantwortlich, dass es mir gut geht und ich bekomme, was ich brauche. Ich darf und soll mich um mich selbst kümmern und mich selbst als Priorität in meinem Leben haben.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich doch so was wie ein Lebensmotto hab, aber wenn man das alles zusammenfasst, dann, ja, ist das wohl ein Lebensmotto in dem Sinn, dass ich diese Worte als Richtlinien in meinem Leben benutze und sie mir etwas bedeuten.

Donnerstag, 24. Mai 2018

31 Tage der Selbstliebe - Tag 28: Vorbilder

Tag 28: Was sind deine Vorbilder und welche Eigenschaften habt ihr gemeinsam?

Ich hab lange über diese Frage nachgedacht. Und dabei hab ich festgestellt, dass ich keine Menschen habe, die ich allgemein als Vorbilder für mein Leben sehe. Es gibt eigentlich niemandem, wo ich einfach sagen würde, "ja, so will ich sein".

Was ich aber hab sind Menschen, von denen ich bestimmte Eigenschaften toll finde und die mich inspirieren.

Zum Beispiel habe ich in meinen Praktika vor allem zwei Frauen als Kolleginnen gehabt, die mich sehr beeindruckt haben. Eine hatte eine sehr ruhige und warme Art. Sie saß in Therapiegesprächen immer sehr aufrecht und in sich ruhend da und hat aufmerksam zugehört. Was sie gesagt hat, war überlegt und ehrlich und authentisch. Wenn ich mit ihr geredet hab, war sie ähnlich, aber ein bisschen lockerer. Sie hat mir Dinge erklärt und mich um meine Meinungen gefragt und mich sehen lassen, wie es ihr geht.
Die andere Frau war sehr energetisch. Sie hatte auch sehr viel Kraft in sich, aber war damit ein bisschen lauter und direkter. Sie war sehr charismatisch im Umgang mit Patienten und hat viel gelacht. Auch sie war authentisch und hat kluge Fragen gestellt und mir viel erklärt.
Beide waren Therapeuten, wie ich auch eine sein möchte. Was mein Studium und meine berufliche Zukunft angeht, schaue ich auf jeden Fall zu ihnen auf. Ich glaube, ich teile mit ihnen, dass ich auch sehr authentisch in solchen Gesprächen bin, und dass ich viel Einfühlungsvermögen für andere Menschen habe. Ich glaube, ich habe auch viel von dieser Kraft in mir, die ich bei den beiden so stark gespürt hab.

Es gibt noch viele andere Vorbilder, die mir einfallen.
Ein Podcaster, Dylan Marron, den ich für seine Art, mit Menschen mit anderer politischer Meinung zu reden sehr bewundere. Ich habe sein Einfühlungsvermögen glaub ich und seinen Willen, das Gute in Menschen zu sehen und sie zu verstehen.
Das letzte Wochenende habe ich mit mehreren Familien verbracht auf einem gemeinsamen Treffen mit zusammen kochen, spielen, reden - eine Tradition in meiner Familie, seit ich geboren bin. Dort war auch ein Paar, das ich für ihren respektvollen und liebevollen Umgang miteinander bewundert hab. Zumindest die Bemühung dazu habe ich auch.
Eine Musikerin, Judith Holofernes, die ihr Leben einfach als genau sie selbst lebt und einen Charme in Gespräche mitbringt, den ich in Ansätzen auch so habe und der mich inspiriert, noch mehr so zu sein.
YouTuber, Freunde, Familie, ... Die Liste könnte noch endlos weitergehen.

Vorbilder sind für mich, glaub ich, immer Menschen, die eine Eigenschaft haben, die ich auch gerne habe. Und weil das etwas ist, was ich an mir beachte und stärken will, sind diese Menschen für mich Vorbilder, die mich dazu inspirieren, mehr an diesen Eigenschaften zu arbeiten und mir zeigen, wie so etwas noch aussehen kann und worauf ich hinarbeiten will.

Aaah. Ich mag Menschen!

Montag, 21. Mai 2018

31 Tage der Selbstliebe - Tag 27: Dank vom Zukunfts-Ich

Tag 27: Was ist eine Entscheidung die du genau jetzt treffen kannst, für die dir dein Zukunfts-Ich danken wird?

Da mach ich's mir heute mal ein bisschen leichter: Meinen Tag hier genießen :)
Ich bin gerade mit meiner Familie für einige Tage in einem Selbstversorgerhaus zusammen mit anderen Familien. Das machen wir jedes Jahr, und es ist immer eins der schönsten Wochenenden im Jahr. 10-15 Leute mit Kindern und netten Erwachsenen und guten Gesprächen und gutem Essen, das zusammen gekocht wird, und Spieleabenden und Diskussionen und Ausflüge der Kinder zur Kiesgrube in der geklettert wird - es ist hier einfach gemütlich und schön und tut immer total gut.

Zu einem anderen Zeitpunkt würde ich jetzt vielleicht eine Entscheidung treffen, die ich gerade vor mir herschiebe oder so. Oder etwas machen, was ich schon die ganze Zeit im Hinterkopf habe, weil ich es nicht machen will. Irgendsoetwas.

Aber heute bin ich hier und hab eine entspannte und gute Zeit mit Leuten und in einer Umgebung, die mir gut tun, und mein Zukunfts-Ich wird mir jetzt gerade vor allem danken, wenn ich hier im Moment bin und das meiste aus dieser Zeit raushole.

Self-Care halt einfach. :) Das ist langfristig immer sinnvoll.

Samstag, 19. Mai 2018

31 Tage der Selbstliebe - Tag 26: Schattenselbst


Tag 26: Für welche Anteile von dir schämst du dich? Wie sieht dein Schattenselbst aus?

Das erste, was mir dazu eingefallen ist, ist nicht mehr hundertprozentig aktuell – oder, zumindest kommt es nicht mehr so oft vor, wie früher.
Aber… ich kann ziemlich eifersüchtig sein.
Und dafür schäme ich mich schon ein bisschen, weil ich es echt ein undankbares und unangenehmes Gefühl finde.
Vor ein paar Jahren aber vor allem noch, da bin ich öfter mal eifersüchtig geworden. Und zwar gar nicht so sehr im romantischen Sinne, dass ich dachte, dass Karo mich betrügt. Viel stärker war die Eifersucht wenn ich das Gefühl hatte, dass Karo jemand anderen mehr in ihr Leben lässt als mich. Ich hab mich dann immer ganz bitter gefühlt und in diesen Gedanken hineingesteigert und ihr die schönen Zeiten mit ihren Freunden gar nicht so gegönnt, wie ich sollte.
Und ja, dafür gab‘s Gründe, und ja, ich war vor allem unsicher und verletzt – aber trotzdem schäme ich mich, dass sich das dann auf diese Art gezeigt hat (und selten immer noch tut).

Ich hab dann aber noch weiter nachgedacht um etwas aktuelleres zu finden. Besonders auch mit dem Wort „Schattenselbst“ - was ist das überhaupt? Ich hab beschlossen, es als die Version von mir zu interpretieren, die ich nur im „Schatten“ zeige – also nur, wenn niemand hinsieht. Die Seiten von mir, von denen ich nicht will, dass Licht darauf fällt.

Und das ist glaub ich insbesondere dann der Fall, wenn ich unsicher bin und mich inkompetent fühle, oder ungelenk und ungeschickt. Immer dann wenn ich denke, dass ich etwas eigentlich können müsste, was ich gerade nicht so einfach kann.
Ich mag es überhaupt nicht, inkompetent zu wirken. Wenn ich unsicher bin, dann verstecke ich das immer. Das geht sogar so weit, dass ich in fremden Städten im Nahverkehr nicht gern darüber rede, wo wir wohl aussteigen müssen und wie der U-Bahn-Plan funktioniert oder so. Dann schäme ich mich nämlich weil die anderen Mitfahrenden, die selbst aus dieser Stadt kommen, dann ja sehen, dass ich keine Ahnung habe wie das alles hier funktioniert.
Manchmal ist es auch rein körperlich. Irgendwie hab ich nicht immer so gute Kontrolle über meinen Körper und wenn ich zum Beispiel aus einem Fenstersitz im Zug aufstehen muss oder aus einer niedrigen Autotür klettere oder so etwas ähnliches, dann fühl ich mich dabei manchmal so wahnsinnig ungelenk und tollpatschig und es ist mir einfach total peinlich, wenn mir andere dabei zusehen – weil ich dann so das krasse Gegenteil von elegant bin.
Ganz schlimm ist es, wenn ich etwas wichtiges in meinem Leben organisieren muss. Wenn ich einen Job suche, oder eine Wohnung, oder sonst irgendetwas großes und erwachsenes – oder wenn ich zum Arzt gehen muss und mich nicht gut auskenne, oder einen Termin für etwas ausmachen muss, was unbekannt ist. Dann weiß ich nicht genau wie alles abläuft und was die Leute von mir erwarten und was normal ist und wie es einfach geht, und dann schäme ich mich total dafür wenn mir das irgendjemand anmerkt. Ich will kompetent wirken und Bescheid wissen über das was von mir erwartet wird und wenn ich das nicht tue, verstecke ich das so gut es irgendwie geht und bin innerlich ganz angespannt und ängstlich, dass es jemand mitbekommen könnte.

Ja… und das ist mein Schattenselbst.

Freitag, 18. Mai 2018

31 Tage der Selbstliebe - Tag 25: Gut können

Jaaaa, Karo und ich lassen ein bisschen nach, ich weiß ;) Aber bald! Bald haben wir die Challenge geschafft!

Tag 25: In welchen Dingen bist du wirklich, wirklich gut?

Ich bin gut im Zahlen merken! Ich kann Telefonnummern und Kontonummern und alles mögliche, weil das alles irgendwie einfach hängen bleibt. Menschen hassen mich dafür. <3

Ich bin gut in der Uni...? Also, ich kann Aufgaben die ich da bekomme gut erfüllen. Und hab gute Noten. Also bin ich da wohl wirklich gut, auch wenn ich nicht immer das Gefühl habe dass ich's so drauf hab wie andere.

Ich kann gut massieren! Ich kann wirklich sehr, sehr gut massieren. Ich würde mir manchmal wünschen, dass ich mich selbst massieren könnte, weil ich das bestimmt toll könnte ;) (Quatsch, ich werd auch gern von anderen massiert <3)

Ich kann gut niedlich sein, laut Karo.

Ich finde, ich bin wirklich gut im Schreiben. Ich kann gut Geschichten erzählen und Gefühle ausdrücken und die Worte irgendwie so aneinanderbauen, dass es in der Brust und im Bauch die richtigen Dinge macht. Ich bin wirklich stolz darauf, wie gut ich schreiben kann.

Ich bin auch stolz auf mein Englisch. Sehr stolz! Ich bin fließend in Englisch und es macht mir wahnsinnig viel Spaß, dass ich darin so gut bin.

Ich bin gut darin, Menschen zu verstehen. Warum sie tun was sie tun. Was dahinter stecken könnte, wenn sie etwas sagen. Ein Gespür dafür zu haben, wie es ihnen gerade geht und was sie gerade brauchen. Und, zusammen mit diesem Verständnis, dann auch Mitgefühl zu entwickeln.

Und jetzt bin ich dann als nächstes gut darin diesen Blogpost zu beenden. :)

Sonntag, 13. Mai 2018

31 Tage der Selbstliebe - Tag 24: Gute Worte

Tag 24: Wovon wünschst du dir, dass es jemand zu dir sagt?

Dazu sind mir spontan zwei Dinge eingefallen, und dann habe ich noch sehr lange überlegt, ob die denn wirklich wahr und richtig und gut sind - so wie ich das halt dann erst mal mache ;)
Aber, oft sind die ersten Ideen ja genau die richtigen. Und deshalb sind hier meine zwei Sätze:

"Alles wird gut."
Ich mache mir oft so viele Sorgen wegen allen möglichen Dingen und kann mir gar nicht vorstellen, dass wirklich alles gut werden kann, wenn doch so viel schief laufen könnte.
Manchmal sagen mir auch Menschen, dass alles gut wird (recht oft sogar), aber mir fällt es oft sehr schwer, das auch wirklich zu glauben. Woher wollen die das denn wissen? Denken die auch wirklich an all die möglichen Situationen? Die haben doch keine Ahnung, ob es gut wird!
Aber, wenn ich so darüber nachdenke, habe ich ja genauso wenig Ahnung. Vielleicht wird es gut, vielleicht wird es schlecht. Sorgen machen bringt jedenfalls nichts.
("Don't worry - or worry, but know that worrying is as effective as trying to solve an algebra equation by chewing bubble gum." - Mary Schmich)
Und deshalb versuch ich auch mittlerweile, dieses "alles wird gut" nicht einfach beiseite zu schieben, wenn es zu mir gesagt wird. Denn eigentlich ist es ja echt genau das, was ich wirklich hören muss.

"Du wirst geliebt so wie du bist."
Ich war ein bisschen überrascht, dass mir dieser Satz gleich als zweites eingefallen ist. Weiß ich das nicht eigentlich? Ich bin mir nicht unsicher deswegen, ob ich geliebt werde oder nicht - ich weiß das eigentlich immer.
Unsicher werde ich eher, wenn ich zum Beispiel darüber rede was mich belastet. Das fällt mir oft schwer - weil ich irgendwo ein bisschen Angst habe, dass ich zu viel bin oder mir über komische Dinge Gedanken mache.
Und deshalb ist mir vielleicht auch dieser Satz vorhin eingefallen.

(Und, was ich auch gern hören würde: "Ihr habt die Wohnung", und zwar von dem Vermieter mit der absoluten Traumwohnung, die Karo und ich am Freitag angesehen haben. Das wär auch nicht schlecht ;) )

Freitag, 11. Mai 2018

31 Tage der Selbstliebe - Tag 23: Rückhalt

Karo und ich werden irgendwie immer schlechter, mit dem regelmäßig bloggen ;) Karo hat allerdings auch eine Sehnenscheidenentzündung und sich dadurch den Daumen ausgekugelt und kann nicht tippen. Ich bin jetzt grad bei ihr und kann ihr heute aber ihren Blogpost abtippen. Also hört ihr doch wieder von uns!
Wir bemühen uns auf jeden Fall, immer zu bloggen, wenn es geht.

Tag 23: Wie sieht dein Unterstützungssystem aus? Wie kannst du es stärken?

Mein Unterstützungssystem sind in erster Linie Karo, meine Freunde, aber auch meine Familie. Sie sind alle in unterschiedlichen Situationen meine ersten Ansprechpartner.

Bei Karo traue ich mich am meisten, meine schwächsten Seiten zu zeigen. Sie hat mich von Anfang an sanft dazu gedrängt, mich ihr anzuvertrauen, auch wenn ich mich eigentlich zurückziehen würde. Das hat mir viel dabei geholfen auch von mir selbst zu ihr zu kommen wenn es mir schlecht geht. Und es hat mir auch gezeigt, dass ich auch anderen Menschen durchaus mal von meinen Problemen erzählen kann.
Karo ist immer für mich da, wenn ich zum Beispiel Angst vor der Zukunft habe. Ich weiß, dass ich sie immer ansprechen kann, und das tut mir sehr gut.

Meine Freunde sind auch wahnsinnig wichtig für mich. Meine engste Freundesgruppe habe ich zum Teil schon seit der Grundschule. Wir alle sind über zehn Jahre befreundet. Das sind die Menschen, die mich aufwachsen haben sehen und bei denen ich mich immer zuhause gefühlt habe.
Wir treffen uns so oft wie möglich, trotz der räumlichen Entfernung, die mittlerweile zwischen einigen von uns ist. Und alle vier sind immer nur einen Anruf oder eine Nachricht entfernt.
In den letzten Jahren habe ich mich auch mehr und mehr getraut, auch von mir aus auf meine Freunde zuzugehen und um Unterstützung zu bitten wenn ich sie brauche, oder ihnen einfach mal von dem zu erzählen, was mich gerade beschäftigt. Bei ihnen allen fühle ich mich immer aufgehoben und ich weiß, dass mindestens eine von den Vieren immer Zeit für mich hat.

Abgesehen von den Vieren habe ich mittlerweile auch andere Freunde, die mir sehr wichtig sind. An der Uni habe ich insbesondere eine Freundin kennengelernt, die ich auch zu meinen engsten Freunden zähle und mit der ich darüber reden kann, wie es mir wirklich geht. Vor allem in Unsicherheiten bezüglich der Uni kann sie mich natürlich unterstützen.
Und auch meine Internetfreunde, die ich durch Fandoms kenne, sind sehr wichtig für mich. Manche davon sind enger als andere, aber bei vielen weiß ich, dass ich mit ihnen auch über Probleme reden kann. Ein besonderer Vorteil dabei ist, dass die auch mal nachts um drei wach sind, weil sie in anderen Zeitzonen wohnen ;)
Und auf Social Media wie Twitter ein bisschen was darüber zu schreiben wie es mir geht, kann auch sehr gut tun, weil ich da auch gleich von mehreren Menschen Unterstützung erfahre.

Und dann gibt es natürlich noch meine Familie. Die geben mir ganz besonders Sicherheit, weil ich weiß, dass ich immer zu ihnen kommen kann, wenn ich mal nicht mehr weiter weiß. Es tut sehr gut zu wissen, dass da immer jemand ist der sich um mich kümmern wird, wenn ich das brauche.
Als Jugendliche habe ich nicht wirklich mit ihnen darüber geredet, wenn es mir schlecht ging, aber mittlerweile mache ich das auch manchmal ganz gerne. Auf jeden Fall bin ich sehr froh, dass sie immer für mich da sind.

An sich ist mein Unterstützungssystem sehr gut für mich. Es stärker zu machen hängt glaube ich hauptsächlich davon ab, wie sehr ich alle, die mir helfen wollen, auch in meine Probleme einweihe. Ich arbeite immer noch daran, anderen mitzuteilen, wenn ich ihre Unterstützung brauche.
Im Moment brauche ich das nicht, aber ich glaube, es könnte mir auch gut tun, einfach mal "vorzuwarnen". Also, wenn es mal eine Zeit geben sollte, in der es mir nicht gut geht und ich weiß, dass ich mich schwer tun könnte, aktiv nach Hilfe zu fragen: Dann könnte ich zum Beispiel meine Familie und Freunde bitten, regelmäßig nach mir zu fragen. Ich glaube, das würde mir gut tun. Ich sollte das im Kopf behalten, für wenn es mal hilfreich ist.

(An alle, die das hier lesen und wissen, dass sie angesprochen sind: Danke, dass ihr da seid! Ich hab euch lieb!)