Tag 21: Was ist etwas, woran du arbeitest zu glauben, dass du es verdient hast?
Ich arbeite daran zu verstehen, dass ich es verdient habe meine Bedürfnisse zu erfüllen, selbst wenn es die Bedürfnisse anderer Leute vernachlässigt.
Ich bin gerne für andere Menschen da. Ich helfe gerne und ich weiß dass ich das kann. Es tut gut wenn es jemandem besser geht, nachdem ich mit der Person geredet habe. Oder wenn ich etwas erledigen kann, was es für eine andere Person einfacher macht. Das ist ein gutes Gefühl und es gibt mir Selbstbestätigung und lässt mich anderen näher sein und ich mag es gerne.
Das Problem ist aber, dass ich damit leicht über's Ziel hinausschieße. Ich mach das schon so lang und es ist so natürlich für mich, für andere alles perfekt und bequem und gut zu machen. Aber ich habe nie gelernt, genauso selbstverständlich meine eigenen Bedürfnisse zu erfüllen.
Es fällt mir schwer, wenn ich für jemand anderen etwas schwerer lasse als ich es hinterlassen könnte, "nur" weil ich stattdessen für mich etwas besser mache.
Ich lerne das schon seit Jahren, Stück für Stück. Besonders die Beziehung mit Karo, die ja psychisch seit Jahren krank ist und oft Hilfe brauchen könnte, hat mir da viel beigebracht. Teilweise auf die harte Tour: Dass ich einfach kaputt gehe, wenn ich meine eigenen Bedürfnisse vernachlässige, um immer die perfekte Freundin zu sein.
Aber mittlerweile ist mir das alles auf jeden Fall sehr klar bewusst. Es fällt mir immer noch schwer, mal jemand anderem eine Sache nicht zu geben, die ich geben könnte. Aber wenn ich merke, dass ich das für mich selbst brauche, und dass ich das gerade einfach nötig habe, dann spüre ich das mittlerweile und handle dann auch danach.
Weil: Ich hab es eben verdient, dass es auch mir gut geht. Selbst, wenn es anderen schlecht geht.
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Montag, 7. Mai 2018
Freitag, 4. Mai 2018
31 Tage der Selbstliebe - Tag 19: Weltverbesserer
Tag 19: Wie machst du die Welt zu einem besseren Ort?
Da gibt es ausnahmsweise mal gleich einiges, was mir sofort dazu einfällt. :)
Mir waren die Welt und ein guter Mensch zu sein schon immer ziemlich wichtig. Als Kind hatte ich als mein "Lebensmotto" einen Spruch, den ich mir selbst ausgedacht hatte:
Keine Autos, keine Straßen, alle Pferde können grasen, alle Wege sind bemoost.
Und ja, das ist vielleicht ein bisschen extrem und sehr plakativ ;) Aber es lag mir einfach damals schon sehr am Herzen, mich um die Umwelt und die Natur zu kümmern und die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Wie setze ich das jetzt heute um?
Mir ist Mülltrennung wichtig. Ich mache all diese Standarddinge, wie, die Heizung ausdrehen wenn ich das Fenster ausmache. (Mittlerweile kommt natürlich auch der finanzielle Aspekt dazu, warum das Sinn macht.)
Ich kaufe bio und regional wann immer das möglich ist und versuche, einfach bewusst zu konsumieren. Selten Fleisch zu essen, zum Beispiel. Kein Obst außer Saison zu kaufen, oder eher die Lebensmittel mit weniger Verpackung. Nicht zu viel, so dass ich nichts wegwerfen muss.
Auch bei Kleidung und Elektronik ist mir das wichtig. Ich habe zum Beispiel ein Fairphone. Das ist ein Smartphone, das bei der Produktion soziale Werte sehr wichtig nimmt: Es hält möglichst lange (besteht zum Beispiel auch aus verschiedenen Modulen, die man selbst auseinanderbauen und für wenig Geld ersetzen kann, so dass man nicht gleich ein neues Handy braucht wenn nur der Stecker kaputt ist), die Materialien wurden so fair wie möglich angeschafft, die Firma achtet auf gute Arbeitsbedingungen, und sie fördern Wiederverwendung und Recycling der Geräte. Ich habe das Handy jetzt schon seit zwei oder drei Jahren und trotz kleinerer Macken funktioniert es hervorragend und ich kann auch einfach immer selbst oder mithilfe der Community alle Probleme lösen, die ich habe. Es gibt mir ein wahnsinnig gutes Gefühl, ein so faires Handy zu benutzen.
Wenn ich neue Kleidung brauche und genügend Geld habe, kaufe ich auch manchmal bei Armed Angels ein. Die produzieren bio, nachhaltig und fair. Oder, meine neuen Barfußschuhe. Wobei ich da erst beim Kauf erfahren hab, dass die komplett in Deutschland produziert wurden ;)
All das mach ich natürlich nicht immer. Es ist oft teuer oder umständlich. Bei Kleidung und Elektronik sind es eher einzelne, besondere Anschaffungen, die ich mache. Bei Lebensmitteln ist es mehr in meinem Alltag, aber trotzdem mache ich dort auch viele Ausnahmen und achte nicht sehr streng darauf. Es geht mir eher darum, dass ich mir immer im Klaren darüber bin was ich kaufe, und mich bemühe, dabei bewusste und informierte Entscheidungen zu treffen.
Manchmal machen sich Leute über diese "Öko-Tendenzen" lustig. Aber für mich ist es einfach ein Teil von der Person, die ich bin. Es macht mich unglaublich glücklich und zufrieden, wenn ich mich bemühe, nachhaltig und fair und umweltfreundlich zu leben. Wir sind nicht alleine auf dieser Welt, und diese Welt hat auch nicht grenzenlose Ressourcen zu bieten, und deshalb tut es mir und allen anderen gut, wenn ich darauf achte, wie ich in dieser Welt lebe.
Deshalb spende ich auch gerne in Kampagnen, die ich online sehe und die mir am Herzen liegen, oder ich gebe Mikrokredite bei Kiva. (Das ist wie Spenden, nur eben nicht, weil die Personen, die sonst keinen Kredit bekommen würden, alles wieder zurückzahlen. Halt langsam, und in kleinen Beträgen. Aber fast immer ganz.)
Das alles war jetzt ehrlich gesagt einfach nur Werbung für die ganzen coolen Dinge, von denen ich so begeistert bin ;) Es fühlt sich ein bisschen an wie angeben, und ich muss mich echt zusammenreißen, das nicht zu relativieren oder kleiner zu reden. Ich will echt nicht angeben, aber ich bin halt ehrlich begeistert und überzeugt von diesen Dingen, und wenn es hier um Selbstliebe geht, dann... ja, dann will ich das auch mal herausstellen.
Aber von all diesen materiellen Dingen abgesehen: Ich finde, ich (und so viele andere Menschen) mach die Welt auch einfach dadurch zu einem besseren Ort, dass ich gute Werte habe und nett zu anderen bin und mich selbst verbessere und dadurch diese positiven Dinge ein Stück weiter verteile, bis sie sich immer weiter ausbreiten. Wenn ich jemanden auf der Straße anlächle, lächelt der vielleicht die nächste an, weil er sich darüber so gefreut hat, und so trägt sich das immer weiter. Wenn ich in den Fandoms in denen ich bin, positiv und ruhig bin und von meinen Überzeugungen erzähle, beeinflusst das die Menschen, die mir auf Twitter und Tumblr folgen, und es verändert sie vielleicht auf kleine Arten, so dass auch sie das wieder weiter tragen können (genau so, wie ich auch es mache mit den Dingen, die ich online lerne und gut finde). Wenn ich jemandem öffentlich einen netten Kommentar hinterlasse oder meine Geschichte erzähle oder einen Spruch poste, der mich bewegt hat, dann sieht das jemand anderes und fühlt sich berührt und lernt etwas für sich und schon wieder ist die Welt ein kleines bisschen besser.
Ich glaube, dass wir alle, die wir nett und empathisch und leidenschaftlich und bewegt sind, die Welt sehr viel mehr verändern, als uns oft bewusst ist. Veränderungen passieren langsam und unterschwellig. Es sind nicht immer die deutlichen und großen Dinge, die wirklich nachhaltig Wirkung zeigen. Meistens ist es glaub ich viel eher, dass wir durch unser Dasein auf dieser Welt, wo wir ständig bemüht sind, uns selbst zu verbessern, auch automatisch andere mitbeinflussen. Und wenn wir eben positiv an uns selbst arbeiten, arbeiten wir auch ganz ohne uns anzustrengen positiv an anderen mit.
Und wenn uns das bewusst wird, können wir es sogar nutzen und noch mal um so vieles verstärken.
Und das finde ich schön. :)
Da gibt es ausnahmsweise mal gleich einiges, was mir sofort dazu einfällt. :)
Mir waren die Welt und ein guter Mensch zu sein schon immer ziemlich wichtig. Als Kind hatte ich als mein "Lebensmotto" einen Spruch, den ich mir selbst ausgedacht hatte:
Keine Autos, keine Straßen, alle Pferde können grasen, alle Wege sind bemoost.
Und ja, das ist vielleicht ein bisschen extrem und sehr plakativ ;) Aber es lag mir einfach damals schon sehr am Herzen, mich um die Umwelt und die Natur zu kümmern und die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Wie setze ich das jetzt heute um?
Mir ist Mülltrennung wichtig. Ich mache all diese Standarddinge, wie, die Heizung ausdrehen wenn ich das Fenster ausmache. (Mittlerweile kommt natürlich auch der finanzielle Aspekt dazu, warum das Sinn macht.)
Ich kaufe bio und regional wann immer das möglich ist und versuche, einfach bewusst zu konsumieren. Selten Fleisch zu essen, zum Beispiel. Kein Obst außer Saison zu kaufen, oder eher die Lebensmittel mit weniger Verpackung. Nicht zu viel, so dass ich nichts wegwerfen muss.
Auch bei Kleidung und Elektronik ist mir das wichtig. Ich habe zum Beispiel ein Fairphone. Das ist ein Smartphone, das bei der Produktion soziale Werte sehr wichtig nimmt: Es hält möglichst lange (besteht zum Beispiel auch aus verschiedenen Modulen, die man selbst auseinanderbauen und für wenig Geld ersetzen kann, so dass man nicht gleich ein neues Handy braucht wenn nur der Stecker kaputt ist), die Materialien wurden so fair wie möglich angeschafft, die Firma achtet auf gute Arbeitsbedingungen, und sie fördern Wiederverwendung und Recycling der Geräte. Ich habe das Handy jetzt schon seit zwei oder drei Jahren und trotz kleinerer Macken funktioniert es hervorragend und ich kann auch einfach immer selbst oder mithilfe der Community alle Probleme lösen, die ich habe. Es gibt mir ein wahnsinnig gutes Gefühl, ein so faires Handy zu benutzen.
Wenn ich neue Kleidung brauche und genügend Geld habe, kaufe ich auch manchmal bei Armed Angels ein. Die produzieren bio, nachhaltig und fair. Oder, meine neuen Barfußschuhe. Wobei ich da erst beim Kauf erfahren hab, dass die komplett in Deutschland produziert wurden ;)
All das mach ich natürlich nicht immer. Es ist oft teuer oder umständlich. Bei Kleidung und Elektronik sind es eher einzelne, besondere Anschaffungen, die ich mache. Bei Lebensmitteln ist es mehr in meinem Alltag, aber trotzdem mache ich dort auch viele Ausnahmen und achte nicht sehr streng darauf. Es geht mir eher darum, dass ich mir immer im Klaren darüber bin was ich kaufe, und mich bemühe, dabei bewusste und informierte Entscheidungen zu treffen.
Manchmal machen sich Leute über diese "Öko-Tendenzen" lustig. Aber für mich ist es einfach ein Teil von der Person, die ich bin. Es macht mich unglaublich glücklich und zufrieden, wenn ich mich bemühe, nachhaltig und fair und umweltfreundlich zu leben. Wir sind nicht alleine auf dieser Welt, und diese Welt hat auch nicht grenzenlose Ressourcen zu bieten, und deshalb tut es mir und allen anderen gut, wenn ich darauf achte, wie ich in dieser Welt lebe.
Deshalb spende ich auch gerne in Kampagnen, die ich online sehe und die mir am Herzen liegen, oder ich gebe Mikrokredite bei Kiva. (Das ist wie Spenden, nur eben nicht, weil die Personen, die sonst keinen Kredit bekommen würden, alles wieder zurückzahlen. Halt langsam, und in kleinen Beträgen. Aber fast immer ganz.)
Das alles war jetzt ehrlich gesagt einfach nur Werbung für die ganzen coolen Dinge, von denen ich so begeistert bin ;) Es fühlt sich ein bisschen an wie angeben, und ich muss mich echt zusammenreißen, das nicht zu relativieren oder kleiner zu reden. Ich will echt nicht angeben, aber ich bin halt ehrlich begeistert und überzeugt von diesen Dingen, und wenn es hier um Selbstliebe geht, dann... ja, dann will ich das auch mal herausstellen.
Aber von all diesen materiellen Dingen abgesehen: Ich finde, ich (und so viele andere Menschen) mach die Welt auch einfach dadurch zu einem besseren Ort, dass ich gute Werte habe und nett zu anderen bin und mich selbst verbessere und dadurch diese positiven Dinge ein Stück weiter verteile, bis sie sich immer weiter ausbreiten. Wenn ich jemanden auf der Straße anlächle, lächelt der vielleicht die nächste an, weil er sich darüber so gefreut hat, und so trägt sich das immer weiter. Wenn ich in den Fandoms in denen ich bin, positiv und ruhig bin und von meinen Überzeugungen erzähle, beeinflusst das die Menschen, die mir auf Twitter und Tumblr folgen, und es verändert sie vielleicht auf kleine Arten, so dass auch sie das wieder weiter tragen können (genau so, wie ich auch es mache mit den Dingen, die ich online lerne und gut finde). Wenn ich jemandem öffentlich einen netten Kommentar hinterlasse oder meine Geschichte erzähle oder einen Spruch poste, der mich bewegt hat, dann sieht das jemand anderes und fühlt sich berührt und lernt etwas für sich und schon wieder ist die Welt ein kleines bisschen besser.
Ich glaube, dass wir alle, die wir nett und empathisch und leidenschaftlich und bewegt sind, die Welt sehr viel mehr verändern, als uns oft bewusst ist. Veränderungen passieren langsam und unterschwellig. Es sind nicht immer die deutlichen und großen Dinge, die wirklich nachhaltig Wirkung zeigen. Meistens ist es glaub ich viel eher, dass wir durch unser Dasein auf dieser Welt, wo wir ständig bemüht sind, uns selbst zu verbessern, auch automatisch andere mitbeinflussen. Und wenn wir eben positiv an uns selbst arbeiten, arbeiten wir auch ganz ohne uns anzustrengen positiv an anderen mit.
Und wenn uns das bewusst wird, können wir es sogar nutzen und noch mal um so vieles verstärken.
Und das finde ich schön. :)
Samstag, 21. April 2018
31 Tage der Selbstliebe - Tag 10: Grenzen
Tag 10: Wie kannst du in deinem Leben bessere Grenzen ziehen?
Wenn ich an Grenzen denke, die wichtig für mich sind aber ich oft schwer einhalten kann, fällt mir schnell meine Hilfsbereitschaft ein.
Ich bin sehr hilfsbereit - ein wahrer Hufflepuff eben -, und für andere da zu sein, ist meistens instinktiver für mich, als mich um mich selbst zu kümmern.
Aber das tut mir wirklich nicht gut. Also, nicht, wenn ich mich dabei selbst vergesse und meine eigenen Bedürfnisse regelmäßig übergehe, und das passiert mir leider sehr leicht.
(Dabei hat mir übrigens auch die Beziehung zu Karo sehr geholfen; also zu lernen, dass ich mich wirklich besser um mich selbst kümmern muss.)
Ich weiß, dass ich spätabends meistens keine guten Ratschläge mehr an meine Freunde geben kann. Und dass ich auch sehr erschöpft bin, und die Zeit abends normalerweise brauche, um runterzukommen und Zeit nur mit mir alleine zu verbringen.
Aber trotzdem: Wenn mich Freunde dann noch anschreiben und es ihnen schlecht geht, oder sie irgendetwas brauchen, dann kann ich sehr schwer nein sagen.
Ich finde es auch sehr schwer, die richtige Grenze zu finden. Also, in welchen Situationen soll ich meine Bedürfnisse zurückstellen? Natürlich; wenn eine Freundin zum Beispiel gerade sich getrennt hätte, wäre ich ohne jede Frage für sie da. Aber ich glaube, ich mache mir Sorgen, dass die Person sich unwichtig fühlen könnte, wenn ihr sage, "du, lass uns morgen darüber reden".
Vielleicht könnte es mir helfen, so was schon mal vorher in Gesprächen einzubringen. Damit ich nicht dann in einem schweren Moment, der vielleicht ein Krisenmoment sein könnte, abweisend sein muss. Sondern, dass ich einfach schon für eine Freundschaft etabliere, dass ich gerne da bin, aber besonders spät abends normalerweise nicht die Energie habe und stattdessen für mich selbst Kraft tanken muss. Also, in Notfällen natürlich da bin, aber dass ich dann nicht nur in dem Moment sage "geht das auch morgen", sondern, dass ich das schon vorher mal angesprochen habe, so dass es dann nicht so abrupt und abwimmelnd kommt.
Ich weiß nicht, ob das für andere wichtig ist, aber ich glaube, mir würde es leichter fallen.
Bei meinen engsten Freunden ist das glaube ich auch schon recht bekannt, und da fällt es mir auch leichter, erstens die Offenheit zu sagen dass ich lieber am nächsten Tag darüber sprechen würde wenn es geht, und zweitens auch einschätzen zu können, wie dringend es für sie ist. Ich kenne sie halt schon gut.
Aber ich glaube insbesondere in neuen Freundschaften könnte es mir helfen, das einfach mal zu sagen.
Yay! Mal wieder was neues gelernt. Das ist doch schön. :)
Wenn ich an Grenzen denke, die wichtig für mich sind aber ich oft schwer einhalten kann, fällt mir schnell meine Hilfsbereitschaft ein.
Ich bin sehr hilfsbereit - ein wahrer Hufflepuff eben -, und für andere da zu sein, ist meistens instinktiver für mich, als mich um mich selbst zu kümmern.
Aber das tut mir wirklich nicht gut. Also, nicht, wenn ich mich dabei selbst vergesse und meine eigenen Bedürfnisse regelmäßig übergehe, und das passiert mir leider sehr leicht.
(Dabei hat mir übrigens auch die Beziehung zu Karo sehr geholfen; also zu lernen, dass ich mich wirklich besser um mich selbst kümmern muss.)
Ich weiß, dass ich spätabends meistens keine guten Ratschläge mehr an meine Freunde geben kann. Und dass ich auch sehr erschöpft bin, und die Zeit abends normalerweise brauche, um runterzukommen und Zeit nur mit mir alleine zu verbringen.
Aber trotzdem: Wenn mich Freunde dann noch anschreiben und es ihnen schlecht geht, oder sie irgendetwas brauchen, dann kann ich sehr schwer nein sagen.
Ich finde es auch sehr schwer, die richtige Grenze zu finden. Also, in welchen Situationen soll ich meine Bedürfnisse zurückstellen? Natürlich; wenn eine Freundin zum Beispiel gerade sich getrennt hätte, wäre ich ohne jede Frage für sie da. Aber ich glaube, ich mache mir Sorgen, dass die Person sich unwichtig fühlen könnte, wenn ihr sage, "du, lass uns morgen darüber reden".
Vielleicht könnte es mir helfen, so was schon mal vorher in Gesprächen einzubringen. Damit ich nicht dann in einem schweren Moment, der vielleicht ein Krisenmoment sein könnte, abweisend sein muss. Sondern, dass ich einfach schon für eine Freundschaft etabliere, dass ich gerne da bin, aber besonders spät abends normalerweise nicht die Energie habe und stattdessen für mich selbst Kraft tanken muss. Also, in Notfällen natürlich da bin, aber dass ich dann nicht nur in dem Moment sage "geht das auch morgen", sondern, dass ich das schon vorher mal angesprochen habe, so dass es dann nicht so abrupt und abwimmelnd kommt.
Ich weiß nicht, ob das für andere wichtig ist, aber ich glaube, mir würde es leichter fallen.
Bei meinen engsten Freunden ist das glaube ich auch schon recht bekannt, und da fällt es mir auch leichter, erstens die Offenheit zu sagen dass ich lieber am nächsten Tag darüber sprechen würde wenn es geht, und zweitens auch einschätzen zu können, wie dringend es für sie ist. Ich kenne sie halt schon gut.
Aber ich glaube insbesondere in neuen Freundschaften könnte es mir helfen, das einfach mal zu sagen.
Yay! Mal wieder was neues gelernt. Das ist doch schön. :)
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